Frisch Christoph M.

Frisch Christoph M.

Geboren 1959 in Neunkirchen/Saar – Freischaffender Künstler – Mitglied im Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler – Saarland (1985) und Rheinland Pfalz (1999) – 1.Vorsitzender des Kunstzentrums Bosener Mühle e.V. (2012) – Beirat der Stiftung Kulturbesitz Kreis St. Wendel (seit 1999) – Kurator der Ausstellungsreihe „Kunst im Landtag“ im Landtag des Saarlandes (mit Armin Schmitt) (2011) – Entwickler und Redakteur des Projekts Industriekultur-Ansichten

Christoph M Frisch ist ein vielseitiger Künstler. Er ist Plastiker und Glaskünstler, arbeitet mit Ton und Glas, er ist Maler und entdeckt – das darf ich vielleicht schon verraten – gerade ein neues Gestaltungsmedium, nämlich die Fotografie. (…) Das Vergängliche, das Schwindende, Zerbrechliche zieht ihn an und ich glaube, dass wir diese Tendenz auch in vielen Arbeiten, die Sie hier sehen können, entdecken.

In Neunkirchen ist er geboren, inmitten einer Insel auf dem Gelände der Grube Reden aufgewachsen. Sein Großvater hat hier gearbeitet. Sein Elternhaus, seine Schule, der Kindergarten sind längst verschwunden, mussten Parkplätzen weichen. Frisch ist im Saarland geblieben, hier verbrachte er seine Lehrjahre, wurde Goldschmied, lernte das Handwerkliche, den Umgang mit Farben, das Mischen der Farben. Der Slalom durch die handwerklichen Berufe hatte doch nur ein Ziel, irgendwann als Künstler arbeiten und leben zu können. Dreißig lange Jahre lebt und manchmal leídet er dies Passion inzwischen schon. – Ein freier Künstler. (…) Christoph M Frisch ist ein postmoderner Künstler. Eines ihrer Merkmale ist die Variation der Stile. So oszilliert auch Frischs Werk zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Realismus und dem freien Spiel der Formen. Immer wieder schlägt das Pendel in die eine oder andere Richtung aus. Vor zwei Jahren entstanden Bildzyklen mit sachlich-fotorealistischer Malerei, mittlerweile – wie Sie unschwer erkennen – überwiegt wieder die Abstraktion, scheinbar schnell hingeworfene Bilder, die manchmal an die Art Brut in der Tradition eines Jean Dubuffet erinnern, der einen spontanen, aus dem Unbewussten sich nährenden und bewusst auf traditionelle Vorstellung von Schönheit verzichtenden künstlerischen Ausdruckswillen zu seinem Credo erhob. Eine manchmal grobe Malweise, Kratzspuren, dick aufgetragene Farben oder andere Materialien findet man auch in einigen der hier ausgestellten Arbeiten. (…)

Auszug aus einer Laudatio von Armin Schmitt anlässlich der Ausstellung Im Reich der Lichter 2009