SaarART 2023 – Au Rendez-vous des amis – Ausschreibung –

Die Landeskunstausstellung übernimmt als ein Großprojekt des Landes die wichtige
Aufgabe das aktuelle Kunstgeschehen im Land abzubilden. Mit seiner
grenzüberschreitenden Ausrichtung übernimmt das Saarland dabei eine wichtige
Rolle in der Großregion. Diesem Anspruch soll die kommende SaarART gerecht
werden, indem erstmals nicht nur saarländische Künstlerinnen und Künstler,
sondern auch Kunstschaffende aus Lothringen und Luxemburg in der Ausstellung
präsentiert werden sollen. Das heißt, gerade im Austausch unter den Kunstzentren
Saarbrücken, Metz und Luxemburg soll im Zuge dessen auch die Zusammenarbeit
zwischen deutsch- und französischsprachigen Künstler*innen gefördert werden, um
neue künstlerische Netzwerke zu gestalten.
Gerade in der Kunst findet aktuell eine lebhafte Auseinandersetzung statt, in der
unter anderem die gesellschaftlichen Veränderungen zur Diskussion stehen, die
weltweit durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden. Nationale Identität,
Sicherheit, Selbstverständnis, Isolation, Emanzipation sowie
Geschlechtergerechtigkeit und der Generationenkonflikt sind nur einige
Schlagworte, die vor diesem Hintergrund in der Kunst verhandelt werden. Diese
Ansätze und künstlerischen Lösungen sollen in der kommenden
Landeskunstausstellung verstärkt Berücksichtigung finden.
Wie in den vergangenen Jahren findet die Ausstellung in den saarländischen
Kunstinstitutionen statt:
in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums, Saarbrücken,
in der Stadtgalerie Saarbrücken,
im Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken,
im KuBa / Kulturzentrum am Eurobahnhof, Saarbrücken,
in der Städtischen Galerie, Neunkirchen,
im Institut für Aktuelle Kunst, Saarlouis,
im Museum Haus Ludwig, Saarlouis,
im Mia-Münster-Haus, St. Wendel,
im Weltkulturerbe Völklinger Hütte und
im Museum Schloss Fellenberg, Merzig.

Potentielle Teilnehmer*innen können sich gemeinsam oder alleine mit maximal drei
Werken zu vier verschiedenen Themenblöcken bewerben.

a) Identität – hier geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit nationaler Identität,
bzw. Geschlechteridentität, die gerade unter den verschiedenen nationalen Bedingungen
durchaus unterschiedlich ausfällt.
b) Isolation – die darauf bezogenen Kunstwerke können sich um die Vereinzelung unter
Pandemiebedingungen ebenso drehen, wie um Isolation und Ausgrenzung, die durch
Formen gesellschaftlicher Diskriminierung (Hautfarbe, Geschlecht,
Religionszugehörigkeit, u.a.) stattfindet.
c) Schönheit – der klassische Begriff steht in Zeiten der Selbstoptimierung im Internet
und in den sozialen Medien hoch im Kurs, wird aber in der Kunst kritisch beleuchtet.
Schein und Sein, Wahrheit und Konstruktion stehen dabei ebenso zur Debatte, wie die
Abhängigkeit von gesellschaftlich determinierten ästhetischen Kategorien.
d) Vergänglichkeit – Krankheit und Tod, allzu präsent in Zeiten der Pandemie, und
zugleich gesellschaftliches Tabu, das sowohl in den Medien wie im Alltag verdrängt wird.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Bewerber*innen einen Bezug zu
SaarLorLux haben (d.h. im Saarland, in Luxemburg oder in Lothringen geboren sind, hier
studiert haben oder hier leben/arbeiten), dass sie sich in den Werken, die sie für die
Landeskunstausstellung konzipieren, auf die zentralen Fragestellungen beziehen, die in
den vier Themenblöcken vorgegeben sind. Dabei sollten die eingereichten Werke und
Konzepte nicht älter als 2 Jahre sein, möglichst aber neu konzipiert werden. Eingereicht
werden können Kunstwerke aus allen Medien, ebenso wie projektierte Werke, die erst vor
Ort realisiert werden.
Sämtliche Einreichungen sollen ausschließlich digital (min. Auflösung 300 dpi) erfolgen.
Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die von der Ministerin berufen wird.
Ein/e (nicht abstimmungsberechtigte/r) Moderator/in, die ebenfalls von der Ministerin
bestimmt wird, leitet die Sitzung. Die Jury tagt nichtöffentlich. Die Mitglieder der Jury sind
zur Verschwiegenheit über den Verlauf der Beratungen verpflichtet. Die Auswahl der
Preisträger ist schriftlich zu begründen.
Über die Vergabe der Preise entscheidet eine Jury, die von der Ministerin berufen wird.
Ein/e (nicht abstimmungsberechtigte/r) Moderator/in, die ebenfalls von der Ministerin
bestimmt wird, leitet die Sitzung. Die Jury tagt nichtöffentlich. Die Mitglieder der Jury sind
zur Verschwiegenheit über den Verlauf der Beratungen verpflichtet. Die Auswahl der
Preisträger ist schriftlich zu begründen.
Alle ausgewählten Teilnehmer*innen erhalten ein Ausstellungshonorar von 400 Euro.
Zusätzlich ist für ortsbezogene installative Arbeiten eine Erstattung der Materialkosten
vorgesehen.
Die Bewerbungsfrist endet am 5. Juni 2022.
Bewerbungen in elektronischer Form sind zu richten an folgende E-Mailadresse:
SaarArt2023@kultur.saarland.de