Zu der Ausstellung waren Künstler:innen aller Disziplinen eingeladen, sich mit dem spannungsgeladenen Begriff der „Brandmauer“ auseinanderzusetzen. In Zeiten politischer Umbrüche und gesellschaftlicher Polarisierung sollte nach der Haltbarkeit von Linien gefragt werden, die man bislang für unverletzlich gehalten hatte.
Der Begriff Brandmauer stammt ursprünglich aus dem Städtebau. Sie dient üblicherweise als feuerhemmende Wand zum Schutz vor dem Übergreifen von Bränden auf benachbarte Gebäude. In diesem ursprünglichen Sinn steht die Brandmauer für Schutz, Sicherheit und Vorsorge.
Mittlerweile ist der Begriff BRANDMAUER zu einer politischen Metapher geworden: Wie sie Gebäude vor dem Übergreifen eines Feuers schützt, soll sie demokratische Politik gegen extreme Tendenzen abgrenzen. Sie wird heute sinnbildlich oft verwendet für Trennlinien, Abwehrmechanismen und bewusste Grenzziehungen gegenüber übergriffigen, gefährlichen Kräften. In aktuellen gesellschaftlichen und politischen Kontexten steht der Begriff für Abgrenzung und Werteerhalt, für den Versuch, demokratische, soziale und ethische Grundordnungen zu schützen und zu verteidigen.
Die Kunstschaffenden wurden aufgefordert, ihre Visionen einzureichen, die sowohl den politischen Kontext der„Brandmauer“ als demokratischer Schutzwall gegen Extremismus und das aktuelle gesellschaftliche Brodeln um deren möglichen Fall verstanden werden kann als auch im Sinne der Bedrohung der Kunstfreiheit an sich und das Bestreben, diese nach und nach einzuschränken.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Kerstin Arnold, Olena Chelnokova, Karin Domanowsky, Michael Ehrhardt, Edith Harner, Monika Maier-Speicher, Werner Schwarz, Helmut Thorn, Sig Waller
Vernissage: 4. Sept. 2026, 18 Uhr
Begrüßung und Einführung: Dr. Monika Maier-Speicher, 1. Vorsitzende
Musikalische Umrahmuing: Bernd Mathias, Flügel
Dauer der Ausstellung 4.9.2026 bis 27.09.2026
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr